
Die Tenuta Ciacci Piccolomini d'Aragona war das sogenannte Palazzo Del Vescovo, bevor es die Gräfin Cerretani im Jahre 1877 an Francesco Ciacci verkaufte. Da dessen Tochter Elda Ciacci und Alberto Piccolomini d'Aragona, der direkte Nachkomme von Enea Silvio Piccolomini (Papst Pius II.), keinen direkten Nachfolger hatten, wurde das Erbe von Giuseppe Bianchini übernommen. Mitte der 80er Jahre bezogen er und seine Familie das Palazzo und betrieben fortan einen vorbildlichen traditionellen Weinbau. Zu dieser Zeit gab es nur vier Hektars Weinberge. Giuseppe Bianchini kaufte den Santo Stefano Bauernhof und errichtete weitere Weinberge. Er begann mit dem Bau einer neuen, von ihm selbst entworfenen Kellerei. Auch die Etiketten der Weine entspringen seiner Idee und seinem Entwurf. Giuseppe Bianchinis Traum war es, dass Ciacci Piccolomini D'Aragona zu einer großen Marke für Brunello würde. Giuseppe, der extrovertierte Weinfachmann, verstarb im Februar 2004. Er hinterließ seinen Kindern Paolo und Lucia ein großes Projekt, welches die beiden erfolgreich fortführen.
"Paolo Bianchini, der inzwischen am Steuer des Familienbetriebs sitzt, hat gleich einmal Gas gegeben. ... Inzwischen ist der Bau der neuen Kellerei abgeschlossen, deren Äußeres sich dezent in die Umgebung einfügt. Bei der Gestaltung des Interieurs waren dagegen rein sachliche Erwägungen maßgebend. Funktional und voll klimatisiert, bietet es großzügige Bereiche für die Vinifizierung, die teils in Holzfässern und teils in temperaturgeregelten Zementwannen erfolgt. Bei den Traditionsetiketten kommen Fässer aus slawonischer Eiche von mittlerer Größe (25 bis 40 Hektoliter) zum Einsatz, während für die beiden Sant'Antimo-Versionen Barriques bereitstehen. Als Schaltzentrale des Unternehmens dient weiterhin das wunderschöne, zu Beginn des 15. Jahrhunderts entstandene Haus im Ort Castelnuovo dell'Abate selbst." Gambero Rosso 2007
Jahresproduktion: 200.000 Flaschen
Rebfläche: 40 Hektar
Konventioneller Anbau