Luce della Vite

Die Hügel der südlichen Toskana werden spürbar

Das Weingut Luce della Vite ist aus dem Traum und der Willenskraft der beiden Weinbau-Protagonisten Vittorio Frescobaldi und Robert Mondavi entstanden.

Er ist der erste in Montalcino gekelterte Wein, der aus dem strukturierten, eleganten Sangiovese und dem runden, weichen Merlot besteht: der Luce aus dem Weingut Luce della Vite. Erst aufgrund der Zusammenarbeit der Familien Marchesi de‘ Frescobaldi und Robert Mondavi wurde dieses innovative Projekt im Anbaugebiet des Brunello di Montalcino ins Leben gerufen. Der Luce besteht mehrheitlich aus der erst 1976 nach Montalcino gekommenen französischen Sorte und nur zu 45 Prozent aus den in der Toskana beheimateten Trauben. Seit 2002 liegt die alleinige Verantwortung für die Kellerei in den Händen von Lamberto Frescobaldi, der sich zur Aufgabe gemacht hat, die Geschichte des Luce fortzuschreiben.

Dem renommierten Gutsinhaber obliegt es vor allem, das im Jahre 1995 aus einem Traum zweier Protagonisten der internationalen Weinbaugeschichte, Vittorio Frescobaldi aus Florenz und Robert Mondavi aus Napa Valley in Kalifornien, gleich neben Castelgiocondo gegründete Weingut mit önologischem Geschick erfolgreich in die weitere Zukunft zu führen. Lambertos Tätigkeiten werden in erster Linie darin bestehen, Weinberge zu erneuern, Kellereien zu modernisieren und Forschungsprogramme für ausgewählte Rebhügel aufzulegen. Luce della Vite zählt zu der von Marchesi de’ Frescobaldi geführten Holding Tenute di Toscana. Robert Mondavis Sohn Michael ist an dem Winzerbetrieb heute nur noch finanziell beteiligt.

Luce della Vite ist mit 350 bis 420 Höhenmetern eines der am höchsten gelegenen Weingüter Montalcinos. Es umfasst 192 Hektar Land, von dem 77 Hektar mit Reben bestanden ist. Während ein Teil 1977 angelegt wurde, ist der Großteil der Weinberge ab 1997 mit einer durchschnittlichen Stockdichte von 6.100 Reben pro Hektar neu angelegt bzw. neu bepflanzt worden. Nach Einschätzung Frescobaldis bietet in den höheren Lagen der gut drainierte und an organischen Stoffen arme Galestro-Boden idealen Bedingungen für den Anbau von Sangiovese. In den tieferen Lagen ist der Boden tonhaltiger und damit besonders für den Anbau von Merlot geeignet.

Um gesunde Reben zu erhalten, werden in den Weingärten überwiegend organische Technologien angewendet. Der Durchschnittsertrag wird mit rund 30 Hektoliter Wein pro Hektar sehr niedrig gehalten, um den Charakter der Rebsorten zu stärken und das Terroir zur vollen Entfaltung kommen zu lassen. Die Sorten werden separat gelesen und erst gegen Ende November nach vollendeter Gärung zusammengeführt.

Seine Bekanntheit verdankt das toskanische Weingut vor allem dem Luce, dem ersten Wein der Region, der aus Sangiovese und Merlot verschnitten ist. “Der Luce ist trotz seiner Mondavi-Vergangenheit kein lauter, sondern ein feintöniger Wein, in dem man die Hügel der südlichen Toskana zu spüren meint”, urteilte 2013 das Fachmagazin Vinum. Der Luce Brunello di Montalcino erhält seine Reife in kleinen französischen Eichenholzfässern. Und der Lucente, der aus Merlot, Sangiovese und Cabernet Sauvignon gekeltert wird, zählt ebenfalls zum oberen Marktsegment. (mh)

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