La Fuga | Folonari

Reichlich Erfahrung im Winzerhandwerk

Die Tenuta La Fuga ist die kleinste Kellerei aus dem großen Rebenreich der Familie Folonari.

Fast fünfzehn Jahre ist es her, seit Ambrogio und Giovanni Folonari den Tenimenti Ruffino Lebewohl gesagt haben, um ihre eigenen Wege zu gehen. Sie kauften eine Reihe von Weingütern, von denen einige schon lange Zeit in Betrieb, andere dagegen neu errichtet worden waren. Zu den noch jungen Kellereien zählt die Tenuta La Fuga. Dort wird ebenso wie in den anderen Betrieben der Folonaris der familiäre Zusammenhalt groß geschrieben. Die toskanische Kellerei liegt inmitten herrlicher, unberührter Natur in der Nähe von Camigliano am Südwest-Hang von Montalcino. Damit befindet sie sich im wärmeren Teil des DOC-Anbaugebiets, der im Einfluss moderater Luftströmungen aus der Maremma liegt. Die Brunello in dieser Gegend sind daher auch etwas runder und weicher als ihre Artgenossen.

Seit 2003 wird der kleinste Betrieb aus dem Rebenreich von Ambrogio Folonari und seinem Sohn Giovanni geführt. Ihr Stammhaus ist die Fattoria di Nozzole im Chianti-Gebiet. Das Grundstück der Tenuta La Fuga gehört den zwei Schwestern Fabia Cornaro dell’Acqua und Giovanna Cornaro Folonari, der Ehefrau von Ambrogio und Mutter von Giovanni. In den vergangenen Jahren hat die Kellerei unter der Aufsicht der Familie Folonari erhebliche Fortschritte gemacht.

Obwohl die Trauben im Gut recht früh gelesen werden, ist das Risiko, dass die Winzer aufgrund der etwas höheren Temperaturen überreife Trauben einfahren, noch immer vorhanden. Der überwiegend tonhaltige Boden in etwa 400 Metern Höhe ist wegen nicht unerheblicher Skelettanteile gut durchlüftet. Das kleinste Anwesen der Folonaris umfasst annähernd 20 Hektar, von denen knapp die Hälfte mit Reben bestellt sind. Die Weine des Hauses sind durch einen modernen Stil gekennzeichnet. Sie zeichnen sich durch Frische und Harmonie aus.

Obwohl die Tenuta La Fuga erst zur Jahrtausendwende ins Leben gerufen worden ist, konnten Ambrogio und Giovanni bis dahin schon reichlich Erfahrungen im Winzerhandwerk sammeln. Giovanni zum Beispiel studierte an der University of California, Davis, Önologie und nennt seinen Vater sowie den französischen Önologen Michel Rolland und den “Weinmacher” Franco Bernabei zu den wichtigsten Einflussgebern in seiner bisherigen Karriere. Der technisch sehr versierte Gutsbesitzer, der auch gerne mal persönlich mit dem Traktor über das Gelände fährt, arbeitete vor der Jahrtausendwende unter anderen auch für Robert Mondavi.

Neben dem Stammsitz und dem Gut in Montalcino gehören zum Reich der Folonaris auch noch Kellereien in Montepulciano, in der Chianti-Unterzone Rufina und in Bolgheri (alle Toskana) sowie Güter in Friaul und in Franciacorta. “Vater und Sohn haben alles fest im Blick, wie die konstant hohe Qualität bezeugt”, stellt der renommierte Weinführer Gambero Rosso anerkennend fest. (mh)

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